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Künstler Eickhorst zeigt Fotoarbeiten im Rahmen des Projekts
                                      
                                   "Zeitlebens-Lebenszeit"
 

Genetikdebatte am Ortseingang

 

lrö Hude. Ein gesundes und strammes Delmenhorster Baby, das Antlitz eines Top-Models und das Kanzlerehepaar: Drei großformatige Fotoarbeiten bieten seit gestern an den drei Einfahrtstraßen nach Hude dem Betrachter ein ungewohntes Bild. "Die Fotos sind mein künstlerischer Beitrag zur Diskussion über die Gentechnologie", erklärt der Delmenhorster Künstler Johann Peter Eickhorst sein "in-vitro-design.ag" (in vitro: lateinisch "im Reagenzglas") betiteltes Projekt.
"Keine allzu große Hilfestellung"Aus der Serie:    in-vitro-design.ag   , möchte Eickhorst bei der Interpretation seiner Fotoarbeiten geben, sondern beim Betrachter "einen Gedankenprozess zum Thema Gentechnik einleiten". Einige Tipps sind ihm dennoch zu entlocken: Das Baby - genetisch unverändert und fünf Minuten nach der Geburt in einem Delmenhorster Kreisssaal von Eickhorst fotografiert - präsentiere natürlich die "Geburt". Das Model ist "meine Kritik am Schönheitswahn" und das Kanzlerpaar, vom Künstler "bei einem SPD-Parteifrühschoppen in Bayern" aufgenommen, hat "ja die Machthebel in der Hand", könne also über die Zukunft der Gentechnologie verstärkt mitentscheiden.
Eickhorst zeigt seine Fotoarbeiten im Rahmen des Kunstsymposiums "Zeitlebens Lebenszeit", das die regionalen Künstler Diedrich Mörking, Helmut Feldmann und Eickhorst in Zusammenarbeit mit dem Verein "Impuls - Kunst und Kultur in Hude" in der Woche von Sonnabend, 1. Juli, bis Sonnabend, 7. Juli, auf dem Bahnhofsvorplatz in Hude präsentieren. Das Symposium soll den Blick auf das neue Jahrtausend lenken und unterschiedliche Disziplinen zu einer Auseinandersetzung mit dem Begriffspaar "Leben-Lebenszeit" anhalten.
Während der Aktionswoche wird Eickhorst Huder Einwohner porträtieren und Mörking eine Rauminstallation zeigen, die sich mit dem "Menschen in seinem sozialen Umfeld" auseinandersetzt. Feldmann wird eine Skulptur aus Metall und Wasser erstellen, die "Zeitläufe und Vergänglichkeit symbolisieren" soll.
Der Organist Professor Günter Berger und die Altistin Mele Balkis eröffnen das Projekt am Sonntag, 1. Juli, ab 19.30 Uhr in der St. Elisabeth Kirche in Hude mit ihrer "Symphonie der Zeit". Am Montag, 2. Juli, um 11 Uhr wird Bürgermeister Axel Jahnz das "Zeitlebens-Lebenszeit"-Projekt offiziell eröffnen. Die Künstler erabeiten ihre Projekte auf dem Bahnhofsvorplatz täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr
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Delmenhorster Kreisblatt   27. Juni 2001

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